Erster Seilpark für Rollstuhlfahrer

Im Swiss Seilpark in Fiesch, UNESCO Region Jungfrau-Aletsch, gibt es für Rollstuhlfahrer erstmals die Möglichkeit in luftiger Höhe von Wipfel zu Wipfel zu schwingen. Kürzlich wurde der Seilpark sogar als beste Schweizer Sommerattraktion ausgezeichnet. Weitere Informationen zum Swiss Seilpark in Fiesch gibt es unter www.MySwitzerland.com und unter der gebührenfreien Rufnummer von Schweiz Tourismus 00800 100 200 30 mit persönlicher Beratung.

Anfang Juni 2012 eröffnete im Sport Ferien Resort Fiesch im Wallis ein außergewöhnlicher Erlebnispfad, der Swiss Seilpark. Auf insgesamt sechs Parcours kann der Besucher den Seilpark durchqueren, welcher der Topografie der Schweiz nachempfunden ist. So führt die Ausgangsplattform als maßstabsgetreuer Umriss der Schweiz wahlweise in die Regionen Tessin, Graubünden, Ostschweiz, Mittelland, Jura, Wallis und mittels Seilrutsche bis auf den Großen Sankt Bernhard. Einzigartig hierbei ist Parcours zwei: In Zusammenarbeit mit Martin Wenger von der Schweizer Paraplegiker-Vereinigung wurde der Parcours so erbaut, dass sich nicht nur Fußgänger, sondern auch Rollstuhlfahrer von Baum zu Baum hangeln können. Hierfür baute man einen Gleitschirmsitz um und stattete ihn mit einem gepolsterten Beinschutz aus. Diese Einrichtungen ermöglichen es, den Rollstuhl am Boden zu lassen und das Erlebnis Seilpark zu genießen.

Anlässlich der Verleihung des internationalen Skiarea Sommertest-Awards im Januar dieses Jahres erhielt der Seilpark die Auszeichnung „Beste Schweizer Sommerattraktion“. Weitere Informationen unter www.swissseilpark.ch

Weitere Informationen gibt es unter www.MySwitzerland.com und unter der gebührenfreien Rufnummer von Schweiz Tourismus 00800 100 200 30 mit persönlicher Buchungsberatung.

Barrierefreiheit von Ausflugsschiffen

Das Portal für barrierefreien Tourismus Wato.de veröffentlicht seine Umfrage zum barrierefreien Reisen auf Ausflugsschiffen. Über 250 Reedereien wurden hierbei um Auskunft gebeten. 194 Unternehmen reagierten nicht. Die letztlich teilnehmenden 40 Unternehmen schätzten die Barrierefreiheit für Rollstuhlfahrer auf ihren Schiffen durchschnittlich mit der Schulnote Gut ein. Diese Selbsteinschätzung wurde durch den Fragebogen auf die Probe gestellt.

Selbsteinschätzung und Wirklichkeit
Wato.de zeigt durch die Umfrage eine erstaunliche Differenz zwischen der Selbsteinschätzung der Unternehmen und den Antworten auf die detaillierten Fragen zur Barrierefreiheit. So gaben sechs Reedereien an, eine Zertifizierung zur Zugänglichkeit zu besitzen. Jedoch konnte keine von ihnen eine einzige richtige Zertifizierung benennen. Die genaue Erfragung der Konditionen an Bord der Schiffe zeigt laut Wato.de weitere interessante Einblicke. So schätzen sich die Unternehmen selbst als sehr gut bis gut für Gehbehinderte und Rollstuhlfahrer ein, aber nur bei 15 Prozent der Schiffe war das Oberdeck mit dem Rollstuhl erreichbar. Bei den meisten Schiffen können sich mobilitätseingeschränkte Reisende somit nur im unteren Deck aufhalten.
Die Toiletten, Restaurants und Shops auf den Schiffen sind nicht immer für Rollstuhlfahrende zugänglich. Die Zugänglichkeit des Boardings gestaltet sich auf 17 Schiffen sehr gut. Weitere 20 Schiffe sind jedoch nur mit Hilfe erreichbar und somit nur eingeschränkt zugänglich. Zwischenstationen und Ausflugsziele sind überwiegend nur mit Hilfspersonen zu besuchen. Selbst die Anreise zum Ableger ist für Rollstuhlfahrer bei einigen Schiffen nur mit Hilfe oder sogar überhaupt nicht umsetzbar.

Hilfeleistungen an Bord
Erfreulich stellt sich das Angebot der Assistenz auf dem Schiffen dar. Die Hälfte der Reedereien haben ein Prozent Rollstuhlfahrende unter den Passagieren, die laut 36 von 40 antwortenden Reedereien Hilfestellungen erwarten können. Die anderen vier Unternehmen bieten Hilfeleistungen auf Anfrage. Somit können Rollstuhlfahrer auf den Ausflugsschiffen aller teilnehmenden Reedereien auf Hilfestellungen setzen.

Selbstständiges Reisen gestaltet sich oft schwierig
„Das selbstständige Reisen ist im Rahmen der Gleichstellung und Inklusion ein wichtiger Bestandteil der Lebensgestaltung,“ so Sabine Wiedamann von Wato.de, „es ist erfreulich, wie zuverlässig die Hilfeleistungen auf den Schiffen angeboten wird, aber zugleich sind Einschränkungen auf den Schiffen immer noch ausgeprägt. Solange bei der Mehrheit der Schiffe das Oberdeck nicht für Gehbehinderte und Rollstuhlfahrer erreichbar ist, kann man nicht von barrierefreien Schifffahrten sprechen. Hier mangelt es noch an der Umsetzung gleichberechtigter Reisebedingungen für alle Fahrgäste.“

Gruppenreisen für Rollstuhlfahrer
Der letzte Punkt des Fragebogens widmet sich den Gruppenreisen von Rollstuhlfahrern. Hierbei bezeichneten 16 der Reedereien ihre Schiffe als uneingeschränkt für Rollstuhl-Gruppenreisen geeignet. Gruppenreisen mit Begleitpersonen können 21 Unternehmen unterstützen. Sechs der 40 Schiffe sind völlig ungeeignet für Reisen größerer Gruppen. Abhängig vom Ausflugsschiff können zwischen zwei und 60 Rollstuhlfahrer an Bord ausreichend Platz finden, um eine Gruppenreise umzusetzen.
Link zur Umfrage: http://www.wato.de/165/umfrage-barrierefreiheit-ausflugsschiffe-2012.html

Naturerlebnis für Menschen mit Sehbehinderung

Neuer Flyer mit Wanderungen für Sehbehinderte im Fränkischen Seeland erschienen.

Mit rollstuhlgerechten Stränden, Unterkünften und hilfreichen Angeboten hat das Fränkische Seeland sich bereits als barrierefreie Urlaubsregion etabliert. Als Mitglied der Arbeitsgemeinschaft „Barrierefreie Reiseziele in Deutschland“ und somit auch Partner der Deutschen Bahn und DZT ist der Tourismusverband bestrebt das Angebot für Menschen mit Handicap zu stets zu verbessern.

Mit dem neuen Flyer „Wandern mit Sehbehinderung“ des Tourismusverband Fränkisches Seenland ist ein weiterer Schritt in diese Richtung getan. Die Ausarbeitung der Wege rund um Hechlingen am See, Wolframs-Eschenbach, Weißenburg i.Bay., den Altmühl- und den Brombachsee übernahm Hans Ammon, der bereits viel Erfahrung mit solchen Projekten hat und in den vergangenen Jahren mehrere Wanderwege für Sehbehinderte in Bayern konzipiert hat.

Die Beschreibung des Weges ergänzt der Flyer des Tourismusverbandes mit zahlreichen Informationen über Interessantes am Wegesrand. Die Tour „Auf dem Wallfahrtsweg zur Heiligen Sankt Katharina“ führt etwa zur eindrucksvollen Ruine der Katharinenkapelle bei Hechlingen, „Auf den Spuren des Limes“ geht es von Muhr am See am Ufer des Altmühlsees entlang zur Vogelinsel und nach Gunzenhausen. Etwas mehr Kondition erfordert die Wanderung rund um Weißenburg, bei der das bekannte Bergwaldtheater auf der Strecke liegt.

Die unterschiedlich langen Routen eignen sich nicht nur für sehbehinderte Wanderer, sondern sind oft auch senioren- und familienfreundlich und teilweise für Kinderwägen geeignet. So genießen Menschen mit und ohne Behinderung bei einer Wandertour auf Pilgerspuren oder entlang des römischen Limes die natürliche Landschaft des Fränkischen Seelands.

Infos und Kontakt: Tourismusverband Fränkisches Seenland, Postfach 1365, 91703 Gunzenhausen, Telefon 09831 5001-24,
www.fraenkisches-seenland.de

Auch mit Behinderung den Urlaub genießen!

Sollten Sie zu jenem Personenkreis zählen, welche eine Behinderung mit sich tragen müssen und dabei häufig von ganz normalen und alltäglichen Dingen ausgeschlossen werden? Dann sollten Sie sich bereits jetzt, um einige barrierefreien Ferienhäuser in Deutschland erkundigen.
Ihnen steht dieselbe große und unerschöpfliche Schönheit der Welt zur Verfügung, als für Menschen ohne Handycap. Dabei können Sie ebenfalls die schönsten Regionen Deutschlands als Ihre Reisedestination wählen. Zurzeit sind in diesem Bereich vor allem die Ferienwohnung Dresden und Ferienwohnung Erzgebirge im absoluten Trendbereich. Zusätzlich biete Ihnen auch eine Ferienwohnung Sächsische Schweiz eine sehr große Vielfalt und Erholung auf allen Ebenen. Sie sehen, auch für Sie als möglicher Rollstuhlfahrer ist es ein Leichtes sich die Schönheit Ihres Landes zu gönnen.

Die Schönheit im eigenen Land finden!
Vor allem müssen Sie nicht immer Unmengen an Kilometern in den Süden reisen, wenn auch Deutschland eine vielfältige Natur zu bieten hat. Die Ferienunterkünfte sind alle einem hohen Standard unterlegen, welchen Sie in allen Fällen genießen können. Barrierefreiheit ist eine der wichtigsten Bereiche, die auch in Zukunft noch mehr ausgebaut werden. Mittlerweile findet man in vielen Ferienwohnungen die Möglichkeit auch mit Rollstühlen diese zu besuchen.

Aufgrund der hohen Vielfalt der Angebote, können Sie auch jederzeit in diversen Portalen erkundigen. Vergleichen Sie bei Ihrer Suche nach dem passenden Urlaubsort und der dazugehörigen Hotelanlage oder auch Ferienwohnung die Preise. Vor allem die Qualität und sollten Sie mit Rollstuhl unterwegs sein auch die Barrierefreiheit. Der besondere Vorteil, der Ihnen bei einem Ferienhaus oder einer Ferienwohnung zur Verfügung steht ist, dass Sie sich jederzeit zurückziehen können. Sie sind an keine Öffnungszeiten oder Regeln gebunden sondern können voll und ganz alleine entscheiden. Warum sollten Sie auch als Person mit einer kleinen Behinderung, nicht all die Vorzüge wie jeder andere genießen können. Ein erholsamer Urlaub ist also vorpgrommiert.

Mit Rollstuhl an Bord

Auch gehandicapt sind Seereisen möglich – woran man denken muss.

Jeder zweite Kreuzfahrtpassagier ist älter als 60 Jahre – und Rollstuhlfahrer sind nicht ausgeschlossen. Sie sollten vorher aber den Veranstalter ansprechen, was sie zu beachten haben. „In der Regel stellen Reedereien einen Steward ab, der sich um Gehbehinderte kümmert“, sagt Dr. Klaus Seidenstücker von der Deutschen Gesellschaft für maritime Medizin im Apothekenmagazin „Senioren Ratgeber“. Barrierefreiheit könne man allerdings an Bord nicht erwarten – so habe etwa der Eingang des Bades meistens eine Schwelle. Grundsätzlich empfiehlt sich an Bord eine Auslandsreisekrankenversicherung, denn wer ärztliche Hilfe benötigt, bekommt die Rechnung vom Schiffsarzt oder der Reederei. Die Europäische Krankenversicherungskarte reicht in der Regel nicht.

„überall dabei“ bringt Inklusion auf die Leinwand

Das Filmfestival „überall dabei“ der Aktion Mensch zeigt von September 2012 bis Mai 2013 in 40 deutschen Städten Beiträge, die Inklusion, also das selbstverständliche Miteinander von Menschen mit und ohne Behinderung, zum Thema machen. Das in Europa größte Festival seiner Art findet bereits zum fünften Mal statt und steht unter der Schirmherrschaft von Schlagersänger und Diplom-Pädagoge Guildo Horn. In den vergangenen Jahren hat es bundesweit mehr als 200.000 Menschen in die Kinos gelockt und so die Begegnung von Menschen mit und ohne Behinderung gefördert.

Die nun ausgewählten sechs internationalen Dokumentar- und Spielfilme stellen Menschen in den Mittelpunkt, deren Leben sich wandelt und die unterschiedliche Hürden überwinden müssen. So beschäftigt sich die Dokumentation „Mensch 2.0“ von Basil Gelpke und Kult-Regisseur Alexander Kluge mit der Frage, inwieweit Roboter als Ebenbild des Menschen, als Hilfe im Alltag oder gar als neuer Körper betrachtet werden können. Die australische Produktion „Rachels Weg. Aus dem Leben einer Sexarbeiterin“ beschreibt den Kampf einer Prostituierten für die sexuellen Bedürfnisse ihrer Kunden mit einer Behinderung. „Wir haben bewusst eine Filmauswahl zusammengestellt, die zum Nachdenken anregt, Hoffnung macht und Spannung erzeugt, aber auch provoziert. Wir wollen damit die Diskussion zu den Themen Inklusion, Vielfalt und Veränderung in Deutschland verstärken“, sagt Martin Georgi, Vorstand der Aktion Mensch.

An der Festivaleröffnung in Berlin am 20. September 2012 nehmen Schirmherr Guildo Horn und Aktion Mensch Vorstand Martin Georgi teil und beteiligen sich an den Diskussionsrunden. „Wir können viel von Menschen mit Behinderung lernen. Bei meiner Arbeit habe ich sie zudem als große Unterhalter kennengelernt – das zeigen nun auch die Filme von ‚überall dabei‘“, sagt Horn. Ich möchte bei dem Festival mit vielen Menschen ins Gespräch kommen und hoffe, dass diese Unterhaltungen dazu beitragen, dass mögliche Barrieren fallen“, so der Diplom-Pädagoge.
Barrierefrei „überall dabei“
Das Aktion Mensch Filmfestival ist sowohl inhaltlich als auch durch seine barrierefreie Organisation einzigartig in Deutschland. Alle Spielstätten sind rollstuhlgeeignet und uneingeschränkt zugänglich. Darüber hinaus werden Audiodeskriptionen (Hörbeschreibungen) zur Verfügung gestellt und alle Filme mit einem Untertitel versehen. Neben den Filmvorführungen finden an zahlreichen Veranstaltungsorten Publikumsdiskussionen mit Regisseuren, Film-Akteuren und Experten statt. Alle Gespräche werden von Gebärdensprachdolmetschern begleitet.

„überall dabei“ ist ein Festival zum Mitmachen, das erst durch das Engagement von rund 1.000 lokalen und überregionalen Kooperationspartnern möglich wird. „Unser Filmfestival ist eine langfristig angelegte, bundesweite Initiative, die das Thema Inklusion über das emotionale Format Kino und das große Engagement zahlreicher Organisationen vor Ort zu den Menschen bringt“, sagt Georgi weiter. „Mit dem Festival möchten wir erreichen, dass Menschen technische, kulturelle und soziale Barrieren überwinden und selbstverständlich Teil der Gesellschaft sind.“

Nähere Details zum Aktion Mensch Filmfestival und zum detaillierten Programm finden Sie unter www.aktion-mensch.de/filmfestival.
Über die Aktion Mensch e.V.

Die Aktion Mensch ist die größte private Förderorganisation im sozialen Bereich in Deutschland. Die Soziallotterie wurde 1964 als Aktion Sorgenkind gegründet und 2000 in Aktion Mensch umbenannt. Zu ihren Mitgliedern gehören: ZDF, Arbeiterwohlfahrt, Caritas, Deutsches Rotes Kreuz, Diakonie, Der Paritätische Gesamtverband, Zentralwohlfahrtsstelle der Juden in Deutschland. Der Verein unterstützt mit seinen Erlösen jeden Monat bis zu 1.000 soziale Vorhaben der Behindertenhilfe und -selbsthilfe sowie der Kinder- und Jugendhilfe. Möglich machen dies etwa 4,6 Millionen Loskäufer der Aktion Mensch-Lotterie. Seit Anfang 2012 ist Jörg Pilawa ehrenamtlicher Botschafter der Aktion Mensch.

Workshop „Reiseassistenz für Menschen mit Behinderung“

„Der Sinn des Reisens ist, ans Ziel zu kommen“ stellte Theodor Heuss einmal fest. Damit man dort auch ankommt, selbst wenn man im Rollstuhl verreist, schult und vermittelt der Bundesverband Selbsthilfe Körperbehinderter e.V. (BSK) „Reiseassistenten“.

In dem einwöchigen Workshop werden in praktischen und theoretischen Übungen unter anderem die Fragen beantwortet: „Wie helfe ich einem Rollstuhlfahrer an einer Bordsteinkante?“, „Welche Pflege benötigt ein querschnittsgelähmter Mensch auf Reisen?“, „Wie begleite ich eine blinde Person?“ oder „Welche unterschiedlichen Behinderungsarten gibt es überhaupt?“. Ziel dieses einwöchigen Kurses ist es, die Teilnehmer für die Anforderungen und Bedürfnisse von Menschen mit Behinderung zu sensibilisieren. Der Workshop findet von 5. bis 11. November in Krautheim/Baden-Württemberg statt. Teilnehmen können Personen, die mindestens 18 Jahre alt, körperlich belastbar sind und Einfühlungsvermögen, Geduld und Ausdauer mitbringen. Der Workshop kostet 298,- € und beinhaltet Unterkunft, Lehrgangsmaterial und Vollverpflegung. Das detaillierte Programm und die Anmeldeunterlagen finden Sie auf der Webseite des Bundesverband Selbsthilfe Körperbehinderte e.V.

Wattrollstühle für den Nationalpark Wattenmeer auf Nordstrand

Ab sofort verleiht die Kurverwaltung Nordstrand fünf Rollstühle fürs Watt. Damit bietet sie auch Gruppen von Menschen, die wenig mobil sind, die einmalige Möglichkeit, den Nationalpark und das Weltnaturerbe Wattenmeer unmittelbar zu erleben.

Senioren, die nicht mehr weit gehen können und Menschen, die sich ein Bein gebrochen haben oder die im täglichen Leben auf den Rollstuhl angewiesen sind, können mitmachen und müssen nicht mehr nur zuschauen.

Die Wattrollstühle stehen am Strand von Fuhlehörn. Anmeldungen nimmt die Kurverwaltung Nordstrand entgegen, per Telefon 04842 454 oder per E-Mail an info@nordstrand.de. Dort wird bei Interesse auch eine Führung mit der Krankengymnastin und Nationalpark-Wattführerin Christine Dethleffsen vermittelt. Die Ausleihe eines Wattrollstuhls kostet 10,00 Euro pro Tag.

Diese Art Wattrollstuhl hat vor drei Jahren die Nationalparkverwaltung in Tönning erstmals im Nationalpark Wattenmeer eingesetzt. Der Rollstuhl war der Nationalparkverwaltung vom Kinderschutzbund Ostholstein als Dauerleihgabe zur Verfügung gestellt worden. Weil er sich in der Nationalparkverwaltung bei der Ausleihe bewährt hat, hat die Gemeinde Nordstrand sich für diese stabilen, gelben Wattrollstühle entschieden.

Die Rollstühle ermöglichen das Wandern am Strand genauso wie im knöcheltiefen Watt und im flachen Wasser. Sie wiegen 25 Kilogramm und sind einfach mit einer Hand zu steuern. Sie können sowohl von einer als auch von zwei Personen gezogen werden. Außerdem sind sie leicht zu transportieren und widerstandsfähig gegenüber Sand und Salzwasser.

Quelle: Landesbetrieb für Küstenschutz, Nationalpark und Meeresschutz Schleswig-Holstein www.nationalpark-wattenmeer.de

„Brainpainter“ Adi Hoesle zu Gast beim „Talk im Kleisthaus“

Bundesbehindertenbeauftragter lädt ein zum inklusiven Kunsttalk

Am kommenden Montag, den 21.05.2012 um 19:00 Uhr feiert ein neues Format Premiere im Dienstsitz des Beauftragten der Bundesregierung für die Belange behinderter Menschen ( Mauerstraße 53 , Berlin-Mitte). Unter dem Titel „Talk im Kleisthaus“ werden zukünftig zwei mal pro Jahr Gäste aus Politik, Kultur, Wissenschaft und Gesellschaft (kulturelle) Themen diskutieren, die nicht nur für Menschen mit Behinderung von Belang sind.

Thema des ersten Talks wird sein: „Kunst als Werkzeug der Inklusion.“
Als Gäste geladen sind:
Dr. Gisela Höhne (Gründerin und Leiterin des renommierten Theaters RambaZamba)
Adi Hoesle (Künstler und Erfinder der „Brainpaint-Methode“)
Angela Jansen (Künstlerin mit Amyotropher Lateralsklerose (ALS) und Anwenderin der ‚Brainpaint-Methode‘)
Ramona Nietzold (Museumspädagogin Staatliche Kunstsammlung Dresden)
Silja Korn (blinde Malerin und Fotografin)
Prof. Dr. Irmgard Merkt (Professorin der Rehabilitationswissenschaften an der Technischen Universität Dortmund)

Moderiert wird der Abend von Minou Amir-Sehhi.

Die Talkgäste berichten von eigenen Erfahrungen und Hindernissen, auf die sie im Bereich Kunst und Inklusion gestoßen sind. Thematisch steht dabei im Vordergrund, in welchem Zusammenhang beide Aspekte stehen und welche Aufgaben der Kunst bei der Entstehung einer inklusiven Gesellschaft zukommen.

Adi Hoesle, dessen „Brainpainting-Methode“ bereits von Jörg Immendorf genutzt wurde und derzeit unter dem Titel „Pingo Ergo Sum“ („Ich male also bin ich“) in der Kunsthalle Rostock genauer betrachtet werden kann, wird die neue und international für Furore sorgende Software live vorstellen.

Das Kleisthaus in der Mauerstraße 53 in Berlin-Mitte ist Dienstsitz des Beauftragten der Bundesregierung für die Belange behinderter Menschen. Seit 2001 dient es darüber hinaus als lebendiger Ort der Kultur für alle: Regelmäßig finden hier barrierefreie Ausstellungen, (Hör-) Filmvorführungen, Lesungen, Konzerte und Podiumsdiskussionen statt – der Eintritt ist frei.

Eckdaten der Veranstaltung:
Talk im Kleisthaus – Thema: Kunst als Werkzeug der Inklusion
Beginn: 21.05.2012 um 19:00
Ort: Foyer Kleisthaus, Mauerstraße 53, 10117 Berlin

VETO setzt deutschen Sport in Szene

Der Deutscher Behindertensportverband (DBS) und der Deutscher Olympischer Sportbund (DOSB) haben sich mit VETO auf eine fünfjährige Zusammenarbeit geeinigt. Deutschlands Marktführer im Bereich Sonderwerbemittel, Brands und Venue-Dressing unterstützt DBS und DOSB zukünftig bei der Gestaltung ihrer öffentlichen Auftritte.

Der Anpfiff für die Kooperation erfolgt bereits bei den Olympischen und Paralympischen Spielen London 2012. VETO wird das Erscheinungsbild des Deutschen Hauses sowie des Deutschen Hauses Paralympics kreativ mitgestalten. Als Dienstleister wird das Unternehmen für die Umsetzung der Werbemaßnahmen im „Wohnzimmer der Athleten“ verantwortlich sein. Hier bringt VETO seine umfassende Erfahrung bei nationalen und internationalen Sportgroßveranstaltungen ein.

„Der DOSB freut sich darauf, die langjährige Sporterfahrung von VETO nutzen zu können. Die Partnerschaft mit dem innovativen Unternehmen garantiert originelle und konzeptionell hochwertige Auftritte auf Events und in den Deutschen Häusern der kommenden Olympischen und Paralympischen Spiele“, sagt DOSB-Generaldirektor Michael Vesper.

Die Deutsche Sport-Marketing (DSM), die als Vermarktungsagentur des DOSB und des DBS die Zusammenarbeit auf den Weg gebracht hat, vereinbarte mit dem Unternehmen eine Partnerschaft bis 2016, so dass VETOs Expertise langfristig und für mindestens drei Olympische und Paralympische Spiele zur Verfügung steht. Der Fullservice-Dienstleister wird darüber hinaus die Auftritte von DOSB und DBS mit der Olympia-Lounge bei verschiedenen Veranstaltungen wie dem Ball des Sports und der Goldenen Sportpyramide mitgestalten.

Friedhelm Julius Beucher, Präsident des DBS, erhofft sich langfristige Vorteile aus der Partnerschaft: „VETOs herausragendes Know-how garantiert, dass der Deutsche Behindertensport bestens in Szene gesetzt wird. Die gemeinsamen Maßnahmen, bereits für das Deutsche Haus Paralympics in London, werden die Außendarstellung des deutschen paralympischen Sports deutlich verbessern.“

Frank Mormann und Thomas H.C. Weber, Geschäftsführer von VETO erklären die Zusammenarbeit: „Wir freuen uns mit dem DOSB und dem DBS zusammenarbeiten zu können. Mit unserem Engagement möchten wir unsere Stellung als Marktführer im Bereich Sport ausbauen und unsere langjährigen Erfahrungen aus den Länderspielen des Deutschen Fußball-Bundes, den Spielen im DFB-Vereinspokal und Europameisterschaften einbringen. Außerdem wollen wir mit der Partnerschaft einen Beitrag zum professionellen Auftritt des deutschen Sports in London und weit darüber hinaus leisten.“