Unternehmen profitieren von Inklusion am Arbeitsplatz

Die Inklusion von Menschen mit Behinderungen oder chronischen Krankheiten im Berufsleben bringt nicht nur Vorteile für die Betroffenen – auch die Betriebe profitieren, und das manchmal auf überraschende Weise. So sind zum Beispiel 52 Prozent der Deutschen davon überzeugt, dass Inklusion die Kreativität und den Ideenreichtum in Unternehmen fördert. Der Grund: Wer im Alltag mit Einschränkungen zu kämpfen hat, bringt auch im Beruf neue und ungewohnte Denkansätze ein. Das ist ein Ergebnis der Studie „Inklusion in Beruf und Alltag“ der Coloplast GmbH. Für die Studie befragte das Meinungsforschungsinstitut Forsa 1.000 Bundesbürger ab 18 Jahren.

Als weiteren erheblichen Vorteil der Inklusion sehen 70 Prozent der Deutschen an, dass die sozialen Kompetenzen der Unternehmen gestärkt werden. Und 61 Prozent führen an, dass sich die Inklusion stark oder sehr stark positiv für die Betriebe auswirkt, weil ihnen dadurch betroffene Fachkräfte länger erhalten bleiben. „Gerade in Zeiten des Fachkräftemangels kann es sich die deutsche Gesellschaft nicht leisten, Leistungsträger vom Berufsleben auszuschließen“, sagt Michael Zwick, Geschäftsführer Coloplast Deutschland. Stringente Inklusionsmaßnahmen wirken sich hier sogar doppelt positiv für die Unternehmen aus: Sie können so nicht nur die konkret von Einschränkungen durch Behinderungen und chronische Krankheiten betroffenen Fachkräfte halten. Sie erhalten auch im generellen Wettbewerb um die qualifiziertesten Mitarbeiter einen Vorteil, weil sie sich verantwortungsbewusst zeigen und so als Arbeitgeber attraktiver werden. Davon sind 47 Prozent der Deutschen überzeugt.

Inklusion beginnt im Kopf

„Die wichtigste Inklusionsmaßnahme in Unternehmen ist zunächst ein Umdenken in den Köpfen. Menschen mit Behinderungen oder chronischen Krankheiten werden noch zu oft zuerst als behindert oder krank angesehen, und dass wird meist auch noch automatisch mit ’nicht leistungsfähig‘ gleichgesetzt“, schildert Michael Zwick die Hemmschuhe der Inklusion. Diese Einstellung diskriminiert die Betroffenen – und ist auch wirtschaftlich unsinnig. Denn eine gesundheitliche Einschränkung im Leben des Betroffenen durch eine Krankheit oder Behinderung hat nicht automatisch eine Auswirkung auf seine Eignung für seinen Beruf und die Qualität seiner Arbeit.

Hilfsmittel-Wahlfreiheit als Schlüssel für die Teilhabe

Viele chronische körperliche Beschränkungen, wie zum Beispiel Inkontinenz, lassen sich mit modernen Hilfsmitteln so gut beherrschen, dass sie im Alltag kein Hindernis mehr sind. Hinderlich für eine erfolgreiche Inklusion ist allerdings, wenn die Betroffenen bei diesen Hilfsmitteln keine Wahlfreiheit haben. Das führt dazu, dass viele Inkontinenz-Erkrankte ihre Hilfsmittel aus eigener Tasche bezahlen. Denn nur so kommen sie an die Hilfsmittel, die ihnen den für ihren Arbeitsplatz und ihre individuelle Situation passenden Schutz mit dem richtigen Grad an Zuverlässigkeit bieten. „So ist es aufgrund von Erstattungskürzungen der Krankenkassen leider vemehrt Realität, dass Betroffene ihre eigene Inklusion letztendlich selbst bezahlen müssen. Hier bedarf es eines Umdenkens“, so Zwick. Eine Position, die eine breite Mehrheit der Deutschen unterstützt: Mehr als 90 Prozent halten eine Wahlfreiheit bei Inkontinenz-Hilfsmitteln und eine vollständige Abdeckung der damit verbundenen Kosten für wichtig oder sehr wichtig.

Hintergrundinformationen

Für die Studie „Inklusion in Beruf und Alltag“ wurden in einer für die deutsche Bevölkerung repräsentativen Umfrage 1.000 Bundesbürger ab 18 Jahren telefonisch befragt. Die Daten sind im zweiten Halbjahr 2015 durch Forsa im Auftrag der Coloplast GmbH erhoben worden. Die Ergebnisse sind auf ganze Zahlen gerundet.

Weitere Informationen und eine Infografik mit Detailergebnissen finden Sie unter: http://www.coloplast.de/inklusionunternehmen.

Welttag der Menschen mit Behinderungen am 3. Dezember

„Mehr Teilhabe behinderter Menschen am Arbeitsleben ermöglichen“

Der Deutsche Behindertenrat (DBR) hat scharfe Kritik an der Beschäftigungspolitik für behinderte Menschen geübt. Das Aktionsbündnis forderte, die gesetzlich vorgegebene Beschäftigungspflicht einzuhalten, wonach private und öffentliche Arbeitgeber schwerbehinderte Menschen beschäftigen müssen.

„Die Ausgleichsabgabe deutlich zu erhöhen, ist überfällig. Und zwar zielgerichtet für die 37.000 Unternehmen, die ungeachtet ihrer Pflicht keinen einzigen behinderten Menschen beschäftigen“, erklärte Adolf Bauer, Präsident des Sozialverband SoVD und DBR-Sprecher am Dienstag. Der Verbandspräsident stellte anlässlich des am 3. Dezember stattfindenden Welttages der Menschen mit Behinderungen elf Forderungen des DBR-Aktionsbündnisses vor. „Wenn Unternehmen behinderte Arbeitslose trotz ausgezeichneter Qualifikationen nicht einstellen und damit ihre Pflichten vollständig ignorieren, sollen sie dafür einen höheren Preis zahlen, als dies bisher der Fall war“, sagte Bauer. Er verwies auf Studien wonach Arbeitslose mit einer Behinderung in der Regel besser qualifiziert sind als nichtbehinderte. Zudem müssten mehr Anreize und Unterstützung für die Unternehmen geschaffen werden, die bereits erkannt haben, dass sich die Beschäftigungspflicht in Wahrheit auszahlt.

„Der Trend könnte längst positiv verlaufen. Angesichts der wirtschaftlichen Entwicklung muss das Jahr 2015 deshalb umso mehr genutzt werden, um verstärkte Teilhabe behinderter Menschen am Arbeitsleben zu gewährleisten“, betonte Bauer.

Neben der Arbeitsmarktpolitik zeigt der Forderungskatalog auch den Handlungsbedarf in den Bereichen Bildung, Wahlrecht und Barrierefreiheit auf. Zudem forderte der DBR Maßnahmen gegen die fortwährende Gewalt an behinderten Menschen. „Das Zwei-Klassen-Strafrecht muss beendet werden, in dem immer noch nach der Widerstandsfähigkeit der Opfer unterschieden wird“, sagte DBR-Sprecherratsmitglied Barbara Vieweg.

Im DBR haben sich über 140 Organisationen behinderter und chronisch kranker Menschen zu einem Aktionsbündnis vereinigt. Es repräsentiert mehr als 2,5 Millionen Betroffene in Deutschland. Der Sozialverband Deutschland (SoVD) hat am 3. Dezember 2013 den Vorsitz im Sprecherrat des DBR für das Jahr 2014 übernommen.

Informationen:
Heft Für einen behindertenpolitischen Aufbruch 2015: www.deutscher-behindertenrat.de
TV-Clip Du fühlst Dich gar nicht anders: www.youtube.com/watch?v=qSRg_3ELWxc&feature=youtu.be

Mehr Engagement für Schwerbehinderte auf dem Arbeitsmarkt

„Menschen mit Behinderung stehen leider oft genug noch im gesellschaftlichen Abseits. Insbesondere Schwerbehinderte haben oft mit Akzeptanzproblemen auf dem Arbeitsmarkt zu kämpfen. Bei gut drei Millionen Erwerbsfähigen, die eine Behinderung haben sprechen die für Juni 2014 rund 180.000 arbeitslos gemeldeten Menschen mit einer Schwerbehinderung eine deutliche Sprache“, kritisiert Ulrike Mascher, Präsidentin des Sozialverbands VdK die Situation der Betroffenen und fordert: Mehr Engagement für Schwerbehinderte auf dem Arbeitsmarkt

Laut einem aktuellen Bericht des Statistischen Bundesamts leben 7,5 Millionen Menschen mit einer Schwerbehinderung in Deutschland. Das heißt, sie haben einen Grad der Behinderung (GdB) von 50 oder mehr. 85 Prozent der Behinderungen wurden durch eine Krankheit verursacht, vier Prozent durch Geburt und bei zwei Prozent war ein Unfall die Ursache.

„Schwerbehinderte haben oft eine überdurchschnittliche Qualifikation, profitieren aber kaum vom Job-Boom“, so Mascher. So hatten im Jahr 2012 knapp 60 Prozent der schwerbehinderten Arbeitslosen einen Studien- oder Berufsabschluss, bei den Arbeitslosen ohne Handicap waren es 55 Prozent. Die VdK-Präsidentin fordert mehr Ausbildungs- und Beschäftigungsmöglichkeiten am allgemeinen Arbeitsmarkt für Menschen mit Behinderung. Arbeitgeber, die sich der Beschäftigungspflicht für Schwerbehinderte komplett entziehen, sollen eine erhöhte Ausgleichsabgabe zahlen.

Der VdK fordert die Bundesregierung auf, das im Koalitionsvertrag formulierte Ziel einer inklusiven Gesellschaft durch verschiedene Maßnahmen entschieden anzugehen: „Es ist richtig, wenn von einer Weiterentwicklung des Nationalen Aktionsplans, von mehr Barrierefreiheit und Inklusion sowie einer stärkeren Beteiligung von Menschen mit Behinderungen als Experten in eigener Sache gesprochen wird. Den Worten müssen jetzt Taten folgen. Die Arbeitgeber sind besonders aufgerufen, die gute Qualifikation und hohe Loyalität von Menschen mit Behinderung anzuerkennen. Sie sollten sie dann auch gezielt einstellen und beschäftigen“, betont Mascher.

„Behinderung darf niemanden ausgrenzen. Inklusion muss in Beruf und Alltag gelebt werden“, fordert die VdK-Präsidentin.

Neue Chancen für Menschen mit Behinderungen auf dem Arbeitsmarkt

Eine gemeinsame Inklusionsinitiative für mehr betriebliche Ausbildung und Beschäftigung von Menschen mit Behinderungen haben heute das Bundesministerium für Arbeit und Soziales, die Spitzenverbände der Wirtschaft, der DGB, die Bundesagentur für Arbeit, der Deutsche Landkreistag, die in der BIH zusammengeschlossenen Integrationsämter der Länder, die Verbände der Menschen mit Behinderungen und der Beauftragte der Bundesregierung für die Belange behinderter Menschen vereinbart. Im Rahmen der Initiative sind verschiedene Aktionen und Kampagnen vorgesehen, die eigenverantwortlich, aber auch in Kooperation durchgeführt werden. Im Mittelpunkt soll die Sensibilisierung von Betrieben und Unternehmen für das Arbeitskräftepotenzial und die Leistungsfähigkeit von Menschen mit Behinderungen stehen. Durch regionale Kooperation verschiedener Akteure sollen neue Ausbildungs- und Arbeitsplätze für Menschen mit Handicaps gesichtet und besetzt werden.

Ein wesentlicher Baustein der Inklusionsinitiative werden zusätzliche Anstrengungen der Agenturen für Arbeit, der gemeinsamen Einrichtungen und der kommunalen Jobcenter sein, die Vermittlung von schwerbehinderten Menschen noch intensiver und zielgenauer voranzutreiben. Dafür stehen ihnen 50 Millionen Euro zusätzlich aus Mitteln des Ausgleichsfonds zur Verfügung. Damit sollen auch neue, nachhaltige lokale Projekte, beispielsweise für langzeitarbeitslose schwerbehinderte Menschen, entwickelt und etabliert werden. Das Programm startet in 2014 und läuft über drei Jahre.

Die gemeinsame Initiative ist Teil des Nationalen Aktionsplans der Bundesregierung zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention, den die Bundesregierung im Juni 2011 verabschiedet hat. Sie ergänzt die darin enthaltene Initiative Inklusion, mit der die berufliche Orientierung von Jugendlichen mit Handicaps, die Ausbildung junger und die Beschäftigung älterer Menschen mit Schwerbehinderung sowie die Inklusionskompetenz der Kammern der Wirtschaft gefördert werden. Außerdem sollen mit der Inklusionsinitiative für Ausbildung und Beschäftigung zusätzliche Fachkräfte für Betriebe und Unternehmen gewonnen werden. Diese Initiative ist daher auch ein wichtiger Beitrag zur Fachkräfteoffensive der Bundesregierung.

Im Rahmen dieser Initiative werden die Spitzenverbände der Wirtschaft BDA, DIHK und ZDH mit einer eigenen gemeinsamen bundesweiten Kampagne „INKLUSION GELINGT!“ bei Unternehmen und Betrieben für mehr Ausbildung und Beschäftigung von Menschen mit Behinderungen werben. Die Botschaften dieser Kampagne werden von den Arbeitgeberverbänden, deren Bildungswerken und den Kammern unter Beteiligung vieler anderer Akteure wie Arbeitsagenturen, gemeinsamen Einrichtungen, kommunalen Jobcentern, Integrationsämtern, Vertretern der schwerbehinderten Menschen und Verbänden von Menschen mit Behinderungen in die Regionen getragen. Dazu wird auch das Projekt „WIRTSCHAFT INKLUSIV“ der Bundesarbeitsgemeinschaft ambulante berufliche Rehabilitation e.V. einen Beitrag leisten.

Die Integrationsämter der Länder werden die Beratung und Information der schwerbehinderten Menschen und der Arbeitgeber sowie die Zusammenarbeit mit den be¬trieblichen Akteuren verbessern. Sie werden bestehende Netzwerke erweitern und noch stärker auf Zusammenarbeit ausrichten.

Der DGB, die Verbände von Menschen mit Behinderungen, der Deutsche Landkreistag und der Beauftragte der Bundesregierung für die Belange behinderter Menschen werden diese Inklusionsinitiative mit ihren Strukturen unterstützen und so mit dafür sorgen, dass sie in allen Regionen Deutschlands wirksam wird.

Inklusionspreis 2013 für Unternehmen verliehen

Auszeichnungen für Volkswagen, Flughafen München, Berliner Stadtreinigungsbetriebe, Biomarkt Geist und RO/SE Blechverarbeitung

Die Wirtschaft profitiert davon, Menschen mit Behinderung zu beschäftigen – das zeigen die fünf Unternehmen, die heute in Berlin mit dem „Inklusionspreis 2013 für Unternehmen“ ausgezeichnet worden sind. Der vom UnternehmensForum ausgelobte Preis wird in diesem Jahr gemeinsam mit der Antidiskriminierungsstelle des Bundes und der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände vergeben. Er prämiert beispielhaftes Engagement in der Ausbildung und Beschäftigung von Menschen mit Handicap. Schirmherr ist der Beauftragte der Bundesregierung für die Belange behinderter Menschen, Hubert Hüppe.

Insgesamt fünf Unternehmen erhielten den begehrten Preis: In der Kategorie „Großes Unternehmen“ wurde Volkswagen für sein vorbildliches Engagement gewürdigt. Besonders das Integrationsmanagement und die Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention beeindruckte die Juroren. „Volkswagen hat alles, was man sich an inklusivem Engagement von einem Großunternehmen und fairen Arbeitgeber wünscht“, so ihr einhelliges Votum.
Ebenfalls ausgezeichnet wurde der Flughafen München, der mit einer Beschäftigungsquote von elf Prozent seine nachhaltigen Inklusionsaktivitäten unterstreicht. Er überzeugte in der Kategorie „Mittelgroßes Unternehmen“ vor allem durch die Ausbildung junger Menschen mit geistiger Behinderung.
In der Kategorie „Öffentliches Unternehmen“ erhielten die Berliner Stadtreinigungsbetriebe den Preis für Maßnahmen zur Weiterbeschäftigung leistungsgewandelter Mitarbeiter: Externe Aufträge wurden nach innen verlagert, um behindertenspezifische Arbeitsplätze anbieten zu können.
Der Biomarkt Geist aus dem baden-württembergischen Öhringen erhielt als überzeugendster „Kleinbetrieb“ die Auszeichnung. Gleich drei junge Frauen mit Mehrfachbehinderungen bedienen hier die Kunden.
Für ihr „Besonderes Engagement“ wurde zudem der RO/SE Blechverarbeitung aus dem bayerischen Bad Birnbach der Inklusionspreis verliehen. Dem persönlichen Engagement des Inhabers ist es zu verdanken, dass hier so viele Menschen mit Behinderung eine Beschäftigung gefunden haben: fast 60 Prozent der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind Menschen mit Behinderung – darunter auch viele leitende Kräfte.
Der wirtschaftliche Erfolg macht deutlich: Inklusion lohnt sich. Das ist auch das Fazit der Organisatoren: „Die fünf Preisträger zeigen, dass Unternehmen jeder Größenordnung innovative und vorbildliche Ideen haben, um Inklusion am Arbeitsplatz zu verwirklichen“, so Olaf Guttzeit, Vorstandsvorsitzender des UnternehmensForums. Geeignete Arbeitsplätze für Menschen mit Behinderungen zu schaffen, sei dabei mehr als ein soziales Engagement, wie der wirtschaftliche Erfolg der Unternehmen zeigt.
Der Beauftragte der Bundesregierung für die Belange behinderter Menschen, Hubert Hüppe, lobte das Engagement der Preisträger: „Diese Unternehmen würdigen, was Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit Behinderungen alles leisten können. Sie finden Lösungen und zeigen so, wo Menschen mit Behinderungen überall tätig sein können. Es gibt keinen Grund, warum nicht noch viel mehr Menschen mit Behinderungen auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt arbeiten sollten.“

Weitere Informationen über die Preisträger: www.unternehmensforum.org/inklusionspreis

SAP kündigt an Autisten zu Softwaretestern und Programmierern auszubilden

Der Beauftragte für die Belange behinderter Menschen, Hubert Hüppe, lobt das Engagement des Walldorfer Softwareunternehmens SAP in den kommenden Jahren Hunderte Autisten zu Softwaretestern und Programmierern auszubilden. SAP teilte am Dienstag mit, bis 2020 sollten ein Prozent der weltweit zuletzt rund 65.000 Mitarbeiter von SAP Menschen mit autistischer Störung sein.

Dazu erklärt der Beauftragte für die Belange behinderte Menschen, Hubert Hüppe:
„Die Ankündigung von SAP zeigt, dass es Fähigkeiten gibt, die es behinderten Menschen ermöglichen höhere Listungen zu erbringen als Menschen ohne Behinderung. Damit wird wieder einmal deutlich, dass es sich lohnt, darauf zu schauen was behinderte Menschen leisten können, anstatt auf ihre Defizite zu sehen.“

Der Behindertenbeauftragte wirbt derzeit mit seiner Konferenzreihe „Unternehmen Inklusive Arbeit“ dafür, die Potenziale behinderter Menschen auf dem Arbeitsmarkt besser zu nutzen. Betriebswirtschaftliches Denken und die Beschäftigung behinderter Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind kein Gegensatz. Im Rahmen dieser Konferenzreihe wurde auch das Berliner Unternehmen Auticon vorgestellt, das ebenfalls die besonderen Fähigkeiten von Autisten erkannt hat, es beschäftigt IT-Experten mit dem Asperger-Syndrom.

Barrierefreies Tagen im Hotel am Kurpark in Bad Herrenalb

Nutzen Sie die günstigen Tagungspauschalen des 4-Sterne Hotels in Bad Herrenalb und die Entspannungsmöglichkeiten im direkt angrenzenden Kurpark, in der neuen Kaminlounge und in der Sauna.

Das 2008 neu erbaute, geschmackvoll eingerichtete 4-Sterne-Hotel mit 61 Zimmern und Appartements ist ein 100% barrierefreies Wellness-, Freizeit- und Tagungshotel. Im Hotel befinden sich helle und freundliche Tagungsräume für Ihre Sitzungen oder Veranstaltungen mit bis zu 100 Personen. Alle Tagungsräume verfügen über Tageslicht und sind teilweise verdunkelbar. Es steht moderne Tagungs- und Medientechnik zur Verfügung.

Die Benutzung aller unserer Hoteleinrichtungen wie Kaminlounge, Weinkeller, Finnische Trockensauna und Bio-Wasserdampf-Sauna ist für Übernachtungsgäste kostenlos!

Die Ferienregion Schwarzwald lädt zum Wandern, Nordic Walking, Golfen und im Winter zum Skifahren ein. Entspannung finden Sie auch in der zu Fuß erreichbaren Siebentäler Therme.

1. Tagespauschale ohne Übernachtung

– Kaffeepause am Vormittag mit frischem Obst und Joghurt
– 3-Gang-Mittagsmenü oder Teilnahme am Tagungsbuffet
– Kaffeepause am Nachmittag mit frisch gebackenem Kuchen

Zzgl. Raummiete von 55,00 bis 200,00 € je nach Raumgröße. Bei Tagungen / Seminaren in Verbindung mit einer Übernachtung entfällt die Raummiete!

2. Halbpensionspauschale

– inkl. Übernachtung im Einzelzimmer mit reichhaltigem Frühstücksbuffet
– Kaffeepause am Vormittag mit frischem Obst und Joghurt
– 3-Gang-Mittagsmenü oder Teilnahme am Tagungsbuffet
– Kaffeepause am Nachmittag mit frisch gebackenem Kuchen

3. Vollpensionspauschale

– inkl. Übernachtung im Einzelzimmer mit reichhaltigem Frühstücksbuffet
– inkl. 2-Gang-Abendmenü oder Teilnahme am Tagungsbuffet
– Kaffeepause am Vormittag mit frischem Obst und Joghurt
– 3-Gang-Mittagsmenü oder Teilnahme am Tagungsbuffet
– Kaffeepause am Nachmittag mit frisch gebackenem Kuchen

Die Tagespauschalen gelten ganzjährig und sind nicht mit anderen Aktionen kombinierbar. Buchbar auf Anfrage und nach Verfügbarkeit. Infos: www.hotelak.de
(PREGAS)

Integration fördern: 40.000 Euro zur Unterstützung der Aktion Mensch e.V.

Mit ihrem Förderengagement möchte die Aktion Mensch zu einer lebendigeren, toleranten und verantwortungsbewussten Gesellschaft beitragen. Deshalb unterstützt sie Projekte, die Menschen mit Behinderung von Anfang an einbinden und so die Idee von Inklusion verwirklichen – im Arbeitsleben, in der Bildung oder bei der Freizeitgestaltung. Informationen und Hintergründe zu den einzelnen Projekten liefert die Internetseite www.aktion-mensch.de. Nicht nur zur Weihnachtszeit

Die Aufgabe als Personaldienstleister begreift das Unternehmen Orizon ganz ähnlich: Menschen durch einen Beruf mehr gesellschaftliche Teilhabe zu ermöglichen. „Wir sind Vermittler zwischen Unternehmen, die offene Stellen zu besetzen haben und Menschen die auf der Suche nach ihrem Platz in der Arbeitswelt sind. Diesen stehen wir als aktiver Begleiter zur Seite und helfen auch, wenn es mal Probleme jenseits des Berufsalltags gibt“, sagt Dr. Dieter Traub, Geschäftsführer der Orizon GmbH.

Neben der Aktion Mensch leistet Orizon auch bei verschiedenen lokalen Projekten einen Förderbeitrag. So wurden mit Sachspenden wie nahezu 1.000 Sweatshirts für die Initiative „Weihnachten im Schuhkarton“ und weitere an die Hamburger Sternenbrücke praktische Hilfe geleistet.

Jedem Mitarbeiter ein Anliegen

In Augsburg, dem Sitz der Orizon Zentrale unterstützen die Mitarbeiter von Orizon zusammen mit Freunden und Geschäftspartnern außerdem jedes Jahr lokale Einrichtungen: „Dieses Jahr spielen unsere Kolleginnen und Kollegen Weihnachtsmann für die Kinder und Jugendlichen des Kinderheims Friedberg e.V. und das Evangelische Kinder- und Jugendhilfezentrum“, sagt Traub. Die Einrichtungen leiten die Wünsche der Kinder an Orizon weiter, die von den Mitarbeitern dann einfach erfüllt werden.

Orizon GmbH

Orizon bietet das umfassende Spektrum von Personaldienstleistungen an. Zum Serviceportfolio gehört Personalüberlassung und -vermittlung sowie komplexe Personalprojekte. Mit technischen, gewerblichen und kaufmännischen Fach- und Führungskräften werden alle Berufsfelder abgedeckt. Damit ist Orizon Marktführer für den deutschen Mittelstand.

Als Arbeitgeber von rund 10.000 Mitarbeitern an bundesweit 100 Niederlassung und einem Jahresumsatz von 293 Mio. Euro in 2011 zählt Orizon zu den zehn führenden Personaldienstleistern in Deutschland und den 111 größten Personaldienstleistern weltweit.

Große Chancen durch die Digitalisierung

Dr. Ursula von der Leyen hat bei der ZEIT KONFERENZ „Digitale Revolution – Zukunft der Arbeit“ die großen Chancen durch die Digitalisierung betont. So seien zum Beispiel die Eintrittsbarrieren deutlich geringer als in der traditionellen Arbeitswelt: „Alter, Hautfarbe, Behinderung oder Geschlecht treten nirgends stärker in den Hintergrund als in der digitalen Welt“, sagte die Bundesministerin für Arbeit und Soziales bei der Veranstaltung der Wochenzeitung in Berlin. Wer etwas könne und ehrgeizig sei, könne es in dieser Welt auch zu etwas bringen.

Die Unternehmen seien allerdings gefordert, ständig über neue Formen der Partizipation ihrer Mitarbeiter nachzudenken. Ursula von der Leyen warnte Unternehmen davor, in der zunehmenden Digitalisierung nur Einsparmöglichkeiten zu sehen. Diese Unternehmen würden zu den Verlierern der Entwicklung zählen. Die Digitalisierung setze ein völlig neues Verständnis von Führung voraus. Unternehmen müssten Rahmenbedingungen setzen, damit Menschen und Organisationen sich den rasanten Veränderungen anpassen könnten und neue Partizipationsmöglichkeiten bieten. Die Beschäftigten müssten das „warum“ von Entscheidungen verstehen. Unternehmen müssten dem Einzelnen vermitteln können, dass es auf ihn ankommt, und Mitarbeitern, die sich vielleicht nie persönlich begegneten, obgleich sie zusammenarbeiten, ein „Wir-Gefühl“ vermitteln. „In der Cloud gibt es keine Kantine oder Kaffeeküche“, sagte von der Leyen.

René Schuster, CEO Telefónica Deutschland AG, sagte in seiner Keynote: „Die Zukunft der Arbeit ist digital und mobil: Künftig werden wir arbeiten, wann und wo wir wollen. Unternehmen und Mitarbeiter profitieren von den mobilen Technologien, wie unsere Studie zeigt. Die Arbeitsabläufe und Kommunikationswege werden dadurch schneller, effizienter und flexibler. So sparen die Unternehmen damit Geld und für die Mitarbeiter bedeutet dies, dass sie freier und flexibler arbeiten können.

Weitere Referenten der Konferenz sind: Anke Domscheit-Berg (Gründerin und Inhaberin, fempower.me und opengov.me), Wolfgang Grupp (Alleiniger Geschäftsführer und Inhaber, Trigema), Henning Kagermann (Präsident, acatech), Thomas Vollmoeller (Vorstandsvorsitzender, XING), Volker Smid (Vorsitzender der Geschäftsführung, Hewlett-Packard) und Thomas Schröder (Geschäftsführer, Microsoft Deutschland).

Eine ZEIT KONFERENZ in Zusammenarbeit mit Telefónica Deutschland sowie mit Unterstützung von Microsoft.

Arbeitslosigkeit behinderter Menschen nicht länger unterschätzen

Zehn-Punkte-Plan für faire Chancen am Arbeitsmarkt vorgelegt

Der Sozialverband Deutschland (SoVD) warnt vor deutlich steigender Arbeitslosigkeit schwerbehinderter Menschen. „Menschen mit Behinderungen gehören am Arbeitsmarkt schon jetzt klar zu den Verlierern. Wir wollen, dass Schluss ist mit der Schönfärberei, denn die Situation ist kritisch. Das Problem wurde zu lange unterschätzt und nimmt inzwischen ein dramatisches Ausmaß an.“ Das erklärte SoVD-Präsident Adolf Bauer am Donnerstag in Berlin. „Schwerbehinderte Menschen liegen mit 14,8 Prozent weit über der allgemeinen Arbeitslosenquote von 7,7 Prozent. Insbesondere für ältere Menschen mit Behinderungen sei der Arbeitsmarkt verschlossen“, so Bauer. Der SoVD weist darauf hin, dass nur 6,3 Prozent der schwerbehinderten Arbeitslosen über 60 Jahren 2011 eine Beschäftigung aufnahm. „Schwerbehinderung kann jeden treffen. Dies wird allzu oft vergessen und verdrängt“, erklärte Bauer. Aus Sicht des SoVD ist eine dramatische Zuspitzung der Lage absehbar, sobald sich die Konjunktur eintrübt. Unabhängig davon sei langfristig ein erheblicher Anstieg der Zahl schwerbehinderter Arbeitsloser zu erwarten. „Es besteht enormer Handlungsbedarf, um tiefgreifende soziale Folgen für die betroffenen Menschen abzuwenden“, betonte Verbandspräsident Bauer.

Mit einem Zehn-Punkte-Plan zeigt der SoVD Lösungswege auf. Die Vorschläge richten sich an Politik und Unternehmen. Neben einer Informationskampagne sollen bessere gesetzliche Rahmenbedingungen sowie mehr qualifizierte Beratung und Vermittlung helfen.

Die Broschüre „Für umfassende Teilhabe behinderter Menschen am Arbeitsleben“ steht unter www.sovd.de zum Download bereit.