Kunstwerkstatt willsosein: Inklusion über die Kunst

Der anstehende Jahreswechsel ist für das Künstleratelier willsosein der Lebenshilfe Aachen – Werkstätten & Service GmbH ein passender Anlass, um den fantasievollen Wandkalender für das Jahr 2015 zu präsentieren. Dort, wo Sprache und Bewegung an ihre Grenzen stößt, greift die Devise „Malen, was man empfindet“.

Diese Form der kreativen Verwirklichung eröffnet den Künstlerinnen und Künstlern eine bildnerische Welt des Ausdrucks, die sich im Kalender „Kunstaixpress 2015“ widerspiegelt.
Die Kunstwerkstatt der Lebenshilfe Aachen ist eine von Künstlern und Pädagogen geleitete Initiative. „Seit 2009 bieten wir Menschen mit geistigen und körperlichen Beeinträchtigungen im Alter von 20 bis 60 Jahren ein kreatives Arbeitsumfeld, in dem künstlerisch experimentiert und improvisiert werden kann und darf“, sagt Norbert
Zimmermann, Geschäftsführer der Lebenshilfe Aachen – Werkstätten & Service GmbH.

Der Wandkalender „Kunstaixpress 2015“ präsentiert sich in einem frischen Design und bietet allen Betrachtern einen faszinierenden Einblick in die außergewöhnlichen Werke der Künstlerinnen und Künstler. Bereits im Sommer haben diese begonnen harmonische Bildwerke für den Kalender zu gestalten. „Ehrlichkeit zeichnet die Kunst unserer Ateliergemeinschaft aus. Der individuelle, kreative Lebensausdruck trägt die Botschaft einer besonderen und freien Weltsicht. Wir möchten die Öffentlichkeit erreichen, um zu zeigen, dass Kunst keine Begrenzung hat“, sagt Tobias Lennartz,
Gruppenleiter Kunstwerkstatt der Lebenshilfe Aachen – Werkstätten & Service GmbH.

Die Künstlerinnen und Künstler erhalten die Möglichkeit, Erfundenes und Erlebtes auf Papier zu bringen und ihren kreativen Gedanken Ausdruck zu verleihen. Die Fertigkeiten reichen von abstrakten, vielschichtigen Farbflächen, über ästhetische Gegenstände bis hin zu kalligraphischen Arbeiten, die mit Tusche und Feder zu einer
harmonischen Komposition zusammenfließen.

In diesem Jahr wird der Vertrieb des Kunstkalenders „Kunstaixpress 2015“ erstmalig durch die Agentur NUFARI unterstützt. Bestellungen können ab sofort an Sandra Neugebauer per Mail (lebenshilfe-werkstaetten@nufari.de) oder telefonisch (0241/56 529 183) gerichtet werden. Die Einnahmen aus dem Verkauf des Kalenders fließen direkt in die Kunstwerkstatt willsosein.

Kooperationsverbot aufheben – inklusive Bildung verbessern!

Der Deutsche Behindertenrat (DBR) begrüßt die geplante Grundgesetzänderung zur Lockerung des Kooperationsverbotes von Bund und Ländern in der Wissenschaft. „Die Gesetzesinitiative ist richtig, muss jedoch weitergehen. Würde jetzt auch ein Ende des Verbots im schulischen Bereich eingeläutet, gelänge ein echter Durchbruch. Er könnte die Qualität der inklusiven Bildung deutlich verbessern“, erklärt SoVD-Präsident und DBR-Sprecher Adolf Bauer.

Der Bildungsausschuss des Deutschen Bundestages berät heute einen vom Bund eingebrachten Gesetzentwurf für eine erweiterte Kooperation von Bund und Ländern in der Wissenschaft. Der Entwurf sieht vor, dass Hochschulen in gleicher Weise wie außeruniversitäre Forschungseinrichtungen institutionell gefördert werden können.

„Solange das Verbot für den schulischen Bereich besteht, können überfällige Förderprogramme durch den Bund nicht erfolgen. Dies ist jedoch eine entscheidende Voraussetzung, um eine gleichberechtigte Teilhabe der behinderten Schülerinnen und Schüler am Bildungssystem umzusetzen“, betont Adolf Bauer.

Im DBR haben sich über 140 Organisationen behinderter und chronisch kranker Menschen zu einem Aktionsbündnis vereinigt. Es repräsentiert mehr als 2,5 Millionen Betroffene in Deutschland. Der Sozialverband Deutschland (SoVD) hat am 3. Dezember 2013 den Vorsitz im Sprecherrat des DBR für das Jahr 2014 übernommen.

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