Bildungsbericht setzt gute Impulse für Inklusion

Der am 13. Juni 2014 vorgestellte Bericht „Bildung in Deutschland 2014“ befasst sich in seinem Schwerpunkt mit dem Thema „Menschen mit Behinderungen im Bildungssystem“. Der von Bund und Ländern gemeinsam in Auftrag gegebene Bericht legt eine empirische Bestandsaufnahme zum Bildungswesen in Deutschland vor.
Die Behindertenbeauftragte der Bundesregierung, Verena Bentele, begrüßte insbesondere die Befassung mit dem wichtigen Thema Inklusion: „Die Bedeutung der schulischen Inklusion für das Zusammenleben von Menschen mit und ohne Behinderung ist inzwischen allseits anerkannt. Es muss jetzt darum gehen, die Grundlagen für das Gelingen von Inklusion im Bildungswesen zu verbessern“. Dabei müsse Inklusion in allen Bundesländern den gleichen Stellenwert haben und überall nachhaltig verfolgt werden, hob die Behindertenbeauftragte hervor. Zu begrüßen sei, dass in Zukunft alle angehenden Lehrkräfte Basismodule zum Thema Inklusion belegen werden. Verena Bentele betonte: „Die Aus- und Weiterbildung des pädagogischen Personals ist zentral für das Gelingen der schulischen Inklusion. Denn nur durch eine fundierte Ausbildung hat jede Lehrerin und jeder Lehrer den erforderlichen Zugang zur Inklusion.“

Graf Fidi – Der beste Rollstuhlrapper – Konzert am 18. Juni im Kleisthaus

Am Abend des 18. Juni wird Graf Fidi – Der beste Rollstuhlrapper im Kulturprogramm der Beauftragten der Bundesregierung für die Belange behinderter Menschen, Verena Bentele, ein Konzert geben. Bereits kürzlich beim Jahresempfang der Beauftragten am 5. Mai begeisterte der Musiker die anwesenden Gäste, darunter auch Bundesministerin Andrea Nahles.

Graf Fidi ist jedoch nicht nur als Musiker aktiv, er engagiert sich auch für inklusive Bildung und Barrierefreiheit. Das im Anschluss an das Konzert stattfindende Gespräch mit Raúl Krauthausen (Sozialhelden e.V.) gibt Gelegenheit, mehr über Musik und außermusikalisches Engagement des Rappers zu erfahren.

Seit 2001 ist das Kleisthaus der Amtssitz der Beauftragten der Bundesregierung für die Belange behinderter Menschen. Zugleich dient es als Veranstaltungs- und Besucherzentrum, in dem regelmäßig Ausstellungen, Konzerte, Lesungen, Filmvorführungen und Podiumsdiskussionen stattfinden. Mit seinem Kulturprogramm trägt das Kleisthaus entscheidend zur gesellschaftlichen Teilhabe von Menschen mit und ohne Behinderung bei. Im Rahmen der Veranstaltungen werden aktuelle Impulse aus der Gesellschaft thematisiert, die besonders für Menschen mit Behinderung von Belang sind. Dadurch soll zu einer veränderten Wahrnehmung von behinderten Menschen beigetragen werden, um sie als selbstverständlichen Teil unserer Gemeinschaft zu verstehen. Die Veranstaltungen im Kleisthaus sind für Jeden und Jede bei freiem Eintritt zugänglich.

Konzert im Kleisthaus: Graf Fidi
Der beste Rollstuhlrapper
Feat. Boga One und Benson Zwoe

Mittwoch, 18. Juni 2014, 19 Uhr
Im Anschluss an das Konzert Gespräch mit Raúl Krauthausen (Sozialhelden e.V.)

Behindertenbeauftragte testet Angebot für behinderte Menschen im Deutschen Bundestag

Der Deutsche Bundestag bietet ein umfangreiches Informationsangebot für Besucher mit Behinderungen. Blinde Menschen können per Audioguide und mit Tastmodellen einen plastischen Eindruck vom Gebäude und der Umgebung gewinnen, gehörlosen Menschen wird der Bundestag per Videoguide nähergebracht und für Menschen mit Lernschwierigkeiten gibt es Angebote in leichter Sprache. Gemeinsam mit der Vizepräsidentin des Deutschen Bundestages, Ulla Schmidt, MdB und Reiner Delgado vom Deutschen Blinden- und Sehbehindertenverband e.V. testete die Beauftragte der Bundesregierung für die Belange behinderter Menschen, Verena Bentele, das Angebot des Besucherdienstes des Deutschen Bundestages. „Das ist ein gutes Signal: Barrierefreiheit wird hier ernst genommen. Jetzt heißt es, diesen Anspruch auch auf alle anderen Bereiche zu übertragen! Ich bin überzeugt, dass sie nicht das letzte Beispiel auf dem Weg zu einem vollständig barrierefreien Bundestag sein werden,“ so Bentele.

Öffentliche Einrichtungen wie der Deutsche Bundestag müssten mit gutem Beispiel vorangehen, um vor allem privaten Unternehmen zu demonstrieren, wie Barrierefreiheit in der Praxis aussehen kann, so Verena Bentele. Die Schaffung von Barrierefreiheit sei eine zentrale Voraussetzung auf dem Weg zu einer inklusiven Gesellschaft. „Nur, wenn Menschen mit Behinderungen nicht mehr von Barrieren – egal welcher Art – behindert werden, kann auch ihr Anspruch auf ein selbstbestimmtes Leben umgesetzt werden.“