Ehemalige Bundesministerin Ulla Schmidt kandidiert für den Bundesvorsitz der Lebenshilfe

Berlin/Marburg. Ulla Schmidt (62) kandidiert für den Bundesvorsitz der Lebenshilfe für Menschen mit geistiger Behinderung. Bei der Mitgliederversammlung der Bundesvereinigung Lebenshilfe am 21. und 22. September 2012 in Marburg, zu der rund 500 Delegierte aus ganz Deutschland anreisen werden, wird sich die Bundestagsabgeordnete und ehemalige Bundesgesundheitsministerin um dieses höchste Ehrenamt in der Lebenshilfe bewerben. Der bisherige Vorsitzende Robert Antretter, MdB a.D., steht nach zwölf Jahren an der Spitze des Verbands für eine weitere vierjährige Wahlperiode nicht mehr zur Verfügung. Mit ihren rund 135.000 Mitgliedern zählt die Lebenshilfe zu den größten deutschen Selbsthilfeorganisationen; von ihren Einrichtungen und Diensten werden mehr als eine Million behinderte Menschen und ihre Angehörigen direkt oder indirekt betreut. Der 73-jährige Robert Antretter begrüßt die Bereitschaft Ulla Schmidts zur Kandidatur und freut sich, dass diese von Bundesvorstand und Bundeskammer, dem Lebenshilfe-Gremium der Landesvorsitzenden, einstimmig unterstützt wird.

Die langjährige SPD-Spitzenpolitikerin ist Lehrerin für Sonderpädagogik mit dem Schwerpunkt Rehabilitation lernbehinderter und erziehungsschwieriger Kinder. Seit vielen Jahren arbeitet sie eng mit der Lebenshilfe zusammen. Deren Positionen hat Ulla Schmidt schon häufig im Bundestag vertreten, zuletzt im Rahmen einer überfraktionellen Gesetzesinitiative gegen die Zulassung der Präimplantationsdiagnostik (PID). Wie die Lebenshilfe sieht sie darin eine Gefährdung des Lebensrechts behinderter Menschen. Als Mitglied der Lebenshilfe in ihrer Heimatstadt Aachen setzt sich Ulla Schmidt von Anfang an auch auf örtlicher Ebene für behinderte Menschen und ihre Familien ein.

In den ehrenamtlichen Führungsgremien der Lebenshilfe sind nicht nur Angehörige und behinderte Menschen selbst vertreten, seit jeher engagieren sich dort auch Persönlichkeiten aus der Politik. So gehören dem Bundesvorstand neben Robert Antretter, früher SPD-Abgeordneter im Bundestag, der Bundesbeauftragte für Menschen mit Behinderung, Hubert Hüppe (CDU), und der Präsident des Bundessozialgerichts, Peter Masuch (SPD), an. An der Spitze des Landesverbands Bayern steht mit Landtagspräsidentin Barbara Stamm ein prominentes CSU-Mitglied, der Landesverband Thüringen wird von der dortigen Landtagspräsidentin Birgit Diezel (CDU) geführt. Und Vorsitzende des Landesverbands Sachen-Anhalt ist Birke Bull, eine Landtagsabgeordnete der Partei Die Linke.

Bad Elster und Bad Brambach: Naturmoor und Radon-Mineralheilwasser

Wenn Schmerzen auftreten, ist die Versuchung groß, die Beschwerden einfach mit Tabletten „abzustellen“. Das mag kurzfristig für Linderung sorgen, doch eine Lösung ist es nicht. Hinzu kommen mögliche Nebenwirkungen. Viele Menschen setzen daher auf natürliche Heilmittel wie Moor und Mineralheilwasser. In Bad Elster und Bad Brambach etwa, im Dreiländereck Sachsen-Bayern-Böhmen gelegen, sind solche Heilmittel von Natur aus gegeben. In den gepflegten sächsischen Kurorten setzt man in den modernen Therapie- und Wohlfühlzentren der Sächsischen Staatsbäder GmbH auf ganzheitliche Konzepte zur Stärkung von Körper, Geist und Seele, auch im Rahmen eines vorbeugenden Gesundheitsurlaubs.

Trink- und Badekuren

Bad Elster mit seiner prunkvollen Bäderarchitektur ist eines der traditionsreichsten Moorheilbäder in Deutschland. Aus zehn staatlich anerkannten Heilquellen sprudelt das prickelnde Nass für Trink- und Badekuren. Die Mineralien und Spurenelemente können Stoffwechsel, Magen-Darm-Trakt, Nieren und ableitende Harnwege unterstützen und füllen den Mineralspeicher auf. Naturmoor gelangt in Form von Packungen oder Bädern auf die Haut. Es kann den Bewegungsapparat unterstützen, etwa bei rheumatischen Beschwerden wie Morbus Bechterew und Arthrose. Außerdem kann es für eine bessere Durchblutung sorgen sowie entzündungshemmend, antibakteriell und schmerzlösend wirken.

Stärkste Radonquelle der Welt

Bad Brambach ist berühmt für seine Radonquelle – die stärkste der Welt. Über Wannenbäder und Trinkkuren gelangt das Edelgas in den Körper. Eine Radontherapie soll Stoffwechsel und Selbstheilungskräfte anregen, Endorphine ausschütten und Schmerzen lindern. Dass letzteres funktioniert, bestätigt das Sächsische Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie. Demnach konnte der Verbrauch von Schmerzmitteln nach Radonkuren vermindert werden: „Dieser Effekt zeigt sich langanhaltend über mehrere Monate, obwohl das Radon selbst bereits wenige Stunden nach der Anwendung nicht mehr im Körper nachweisbar ist.“

Weitere Informationen gibt es bei der Sächsischen Staatsbäder GmbH, Badstraße 6, 08645 Bad Elster, Telefon 037437-7111, und unter www.saechsische-staatsbaeder.de im Internet.

Tag der Kinderhospizarbeit am 10. Februar – Inklusion gilt auch für schwer erkrankte Kinder

Der Tag der Kinderhospizarbeit soll Öffentlichkeit für die Bedürfnisse von Kindern und Jugendlichen mit lebensverkürzenden Erkrankungen, ihren Eltern und Geschwistern schaffen. „Das Lebensende von schwer erkrankten Kindern darf kein gesellschaftliches Tabuthema sein. Die Kinder und ihre Angehörigen brauchen offene Unterstützung. Oft begegnen ihnen dagegen immer noch Angst und Verunsicherung, die häufig dazu führen, dass diese Kinder und ihre Familien von der Gesellschaft ausgeschlossen werden. Inklusion gilt auch für schwer erkrankte Kinder am Lebensende. Deshalb ist insbesondere auch eine ambulante Palliativversorgung wichtig“, betonte der Beauftragte der Bundesregierung für die Belange behinderter Menschen, Hubert Hüppe.
Der Beauftragte erinnerte daran, dass am 10. Februar 1990 der deutsche Kinderhospizverein von sechs betroffenen Familien gegründet wurde und er seitdem für eine bessere Palliativversorgung und Betreuung kämpft. „Einiges konnte schon umgesetzt werden, wie etwa ein gesetzlicher Anspruch auf eine spezialisierte, ambulante Palliativversorgung. Es geht weiter darum, die Unterstützung zu verbessern, ob finanziell oder ideell, etwa durch ehrenamtliches Engagement“, betonte der Beauftragte.

Neuer Schwerbehindertenausweis auf der Zielgeraden – Bundesländer sind am Zuge

„Der neue Schwerbehindertenausweis im Scheckkartenformat kann kommen, vorausgesetzt die Bundesländer nehmen jetzt ihre Verantwortung wahr“, betonte der Beauftragte der Bundesregierung für die Belange behinderter Menschen, Hubert Hüppe. Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales hat den Ländern einen Verordnungsentwurf für einen kleineren Schwerbehindertenausweis vorgelegt. Damit habe es das im Nationalen Aktionsplan zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention angekündigte Vorhaben für einen benutzerfreundlicheren Schwerbehindertenausweis angeschoben, so der Beauftragte.

„Jetzt sind die Länder am Zuge. Ein weiteres Abwarten nach zig Verhandlungsrunden über die genaue Gestaltung des neuen Ausweises ist nicht akzeptabel. Wer den neuen Ausweis jetzt weiter verzögert, muss das Millionen von Inhabern eines Schwerbehindertenausweises erklären, gegenüber denen seit Jahren ein benutzerfreundlicheres Format angekündigt wird“, so Hubert Hüppe.

Der Beauftragte wies zudem auf den Wegfall des Streckenverzeichnisses seit September 2011 hin. Bahnnutzer mussten das Verzeichnis zuvor zusammen mit ihrem Schwerbehindertenausweis in Nahverkehrszügen mitführen. Durch den Wegfall sei ein Kostenfaktor für die Länder entfallen, so der Beauftragte.

Deutsche Alzheimer Gesellschaft zur Reform der Pflegeversicherung: Bessere Leistungen für Demenzkranke, doch der neue Pflegebedürftigkeitsbegriff soll erst später kommen

Die Deutsche Alzheimer Gesellschaft begrüßt die geplanten Verbesserungen der Leistungen der Gesetzlichen Pflegeversicherung, die Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr auf einer Pressekonferenz am 18.1.2012 bekannt gegeben hat. Zusätzliche Leistungen sollen vor allem den Demenzkranken, die von Angehörigen zu Hause betreut werden, zugute kommen. Erhöhungen sind sowohl beim Pflegegeld, als auch bei den Sachleistungen geplant. Erstmals sollen auch in der Pflegestufe 0 Leistungen für professionelle Pflege zur Verfügung gestellt werden.

Dazu sagte Bärbel Schönhof, 2. Vorsitzende der Deutschen Alzheimer Gesellschaft: „Die Deutsche Alzheimer Gesellschaft drängt seit vielen Jahren auf eine Reform der Pflegeversicherung zu Gunsten Demenzkranker. Wir begrüßen die jetzt vom Bundesgesundheitsminister angekündigten Verbesserungen für die große Zahl der Demenzkranken, die zu Hause betreut werden. Die Familien leisten Enormes und erhalten so mehr Spielraum für Entlastung“.

Die Sachleistungen, z.B. für ambulante Pflegedienste, sollen sich in Pflegestufe I um 215 Euro und in Pflegestufe II um 150 Euro im Monat erhöhen. Pflegebedürftigen können das Geld künftig sowohl für Pflege- wie auch für Betreuungsleistungen verwenden. Bei Leistungen der Kurzzeitpflege soll ab 2013 Pflegegeld zur Hälfte weitergezahlt werden.

Bärbel Schönhof: „Bereits im Januar 2009 hat der vom Bundesministerium für Gesundheit eingesetzte Beirat zur Weiterentwicklung des Pflegebedürftigkeitsbegriffs einen Bericht mit Empfehlungen für grundlegende Reformschritte vorgelegt. Die aktuelle Reform bleibt leider dahinter zurück. Viele Detailfragen sind noch offen. Mit Spannung erwarten wir den Referentenentwurf, der demnächst vorgelegt werden soll“.

Hintergrund:

Heute leben in Deutschland etwa 1,2 Millionen Menschen mit Demenzerkrankungen. Ungefähr 60% davon leiden an einer Demenz vom Typ Alzheimer. Ihre Zahl wird bis 2050 auf 2,6 Millionen steigen, sofern kein Durchbruch in der Therapie gelingt.

Die Deutsche Alzheimer Gesellschaft e.V. Selbsthilfe Demenz ist ein gemeinnütziger Verein. Als Bundesverband von derzeit 126 Alzheimer-Gesellschaften, Angehörigen¬gruppen und Landesverbänden vertritt sie die Interessen von Demenzkranken und ihren Familien. Sie nimmt zentrale Aufgaben wahr, gibt zahlreiche Broschüren heraus, organisiert Tagungen und Kongresse und unterhält das bundesweite Alzheimer-Telefon mit der Service-Nummer 01803 – 17 10 17 (9 Cent pro Minute aus dem deutschen Festnetz) oder 030 / 259 37 95-14 (Festnetztarif).
Kontakt:

Deutsche Alzheimer Gesellschaft e.V. Selbsthilfe Demenz
Friedrichstraße 236, 10969 Berlin
Tel. 030 / 259 37 95 – 0, Fax: 030 / 259 37 95-29
E-Mail: info@deutsche-alzheimer.de, Internet: www.deutsche-alzheimer.de

Am 4. Februar 2012 ist Welt-Krebstag.

Die Deutsche Krebshilfe und viele weitere Gesundheitsorganisationen in Deutschland und weltweit nutzen diesen Anlass, um über Themen wie die Krebs-Früherkennung zu informieren. „Je früher Krebs erkannt wird, desto höher ist die Chance einer Heilung“, betont Gerd Nettekoven, Hauptgeschäftsführer der Deutschen Krebshilfe. Die gemeinnützige Organisation hilft Interessierten, die sich über den Nutzen der gesetzlichen Krebs-Früherkennungsuntersuchungen informieren möchten. Sie bietet kostenlos umfassende und allgemeinverständliche Faltblätter, welche die verschiedenen Untersuchungsverfahren erläutern, auch Nachteile benennen und eine Empfehlung der Experten der Deutschen Krebshilfe enthalten.

In Deutschland erkranken jedes Jahr etwa 450.000 Menschen neu an Krebs, 210.000 Menschen sterben daran. Das Ziel der gesetzlichen Krebs-Früherken-nungsuntersuchungen ist es, Tumoren aufzuspüren, wenn sie noch sehr klein sind. Denn früh erkannt sind insbesondere Brust-, Darm-, Haut- und Gebärmutterhalskrebs sowie verschiedene Formen des Prostatakrebses zumeist gut heilbar. Frühe Krebsstadien lassen sich außerdem schonender behandeln als Stadien, in denen bereits Tochtergeschwülste entstanden sind.

Früherkennungsuntersuchungen können jedoch auch Nachteile oder Risiken haben. So ist es beispielsweise möglich, dass eine Krebserkrankung übersehen wird („falsch-negatives Ergebnis“) oder dass aufgrund der Untersuchungsbefunde ein Krebsverdacht geäußert wird, der sich dann bei weiterer diagnostischer Abklärung als unbegründet herausstellt („falsch-positives Ergebnis“). Die Faltblätter der Deutschen Krebshilfe informieren daher umfassend über Vor- und Nachteile der derzeit angebotenen gesetzlichen KrebsFrüherkennungsuntersuchungen. Auch der Bluttest auf das Prostata-spezifische Antigen (PSA-Test) zur Früherkennung von Prostatakrebs wird thematisiert. Dieser ist nicht im gesetzlichen Programm enthalten und muss daher selbst bezahlt werden.

Bereits im Jahr 2005 hat die Welt-Krebsorganisation (UICC) den 4. Februar zum Welt-Krebstag erklärt. Viele ihrer mehr als 300 Mitgliedsorganisationen aus
über 100 Ländern – darunter auch die Deutsche Krebshilfe – beteiligen sich an diesem Aktionstag. Ausführliche Informationen zum Welt-Krebstag, die Früh-erkennungsfaltblätter für Brust-, Darm-, Gebärmutterhals-, Haut- und Prostatakrebs, das Präventionsfaltblatt „10 Tipps gegen Krebs“ erhalten Interessierte unter www.krebshilfe.de und unter der Telefonnummer 02 28/72 99 0-0.

Hintergrund-Info: Die „Welt-Krebsdeklaration“ unterzeichnen

Die UICC hat die „Welt-Krebsdeklaration“ erarbeitet und bittet Interessierte, diese online zu unterzeichnen unter: www.worldcancerday.org/wcd-sign-declaration.

Die Deklaration benennt elf grundlegende Ziele zur Eindämmung der Krebskrankheiten, die international bis zum Jahr 2020 erreicht werden sollen. Je mehr Menschen diesem Aufruf folgen und die Deklaration unterzeichnen, umso mehr werden auch Politiker und Regierungen dazu animiert, diese Inhalte in ihren Ländern umzusetzen. Zu den vordringlichen Forderungen der Deklaration zählen eine signifikante Reduzierung von Übergewicht, von Tabak- und Alkoholkonsum sowie ein umfassendes Programm zur Impfung gegen Hepatitis B und HPV (Humane Papillom Viren) als Prävention gegen Leber- und Gebärmutterhalskrebs. Experten schätzen, dass durch Änderungen des Lebensstils etwa zwei Drittel aller Krebs Neuerkrankungen vermieden werden könnten. Darüber hinaus soll jeder Mensch zukünftig Anspruch auf die Teilnahme an Screening- und Früherkennungsprogrammen haben sowie auf eine effektive Krebsdiagnostik, adäquate Krebsbehandlung, begleitende Maßnahmen, Rehabilitation und palliative Behandlung mit einer effektiven Schmerztherapie.

NABU und Michael Succow Stiftung entwickeln Biosphärenreservat in Ostafrika

Projekt zum Schutz von Mensch und Natur am größten See Äthiopiens
Der Naturschutzbund Deutschland (NABU) und die Michael Succow Stiftung bauen in enger Zusammenarbeit mit der äthiopischen Regierung in den kommenden vier Jahren im Gebiet des äthiopischen Tanasees ein UNESCO-Biosphärenreservat auf. Die 5.000 Quadratkilometer große Region mit ihrer etwa 3.000 Quadratkilometer großen Seefläche ist Quellgebiet des Blauen Nils und von internationaler Bedeutung für die Artenvielfalt und das Kulturlandschaftserbe. Intensive Landwirtschaft, große Bewässerungsprojekte und Wasserkraftwerke werden zunehmend zur Gefahr für die „Riviera Äthiopiens“ mit ihren beeindruckenden Wasserfällen. Ein Biosphärenreservat soll ursprüngliche Naturgebiete schützen, das Kulturlandschaftserbe der Region bewahren und langfristig neue Einnahmequellen für die Bevölkerung schaffen.

Der Tanasee, Afrikas höchstgelegener und Äthiopiens größter See, ist das wichtigste afrikanische Überwinterungsgebiet des Europäischen Kranichs und zahlreicher anderer Wasser- und Singvögel. In dem Gebiet leben Nilpferde, Krokodile, Warane, Bergpythons und allein 15 Fischarten, die sonst nirgendwo auf der Welt vorkommen. Viele der 37 Inseln des Sees beheimaten äthiopisch-orthodoxe Kirchen und Klöster. Dort sind noch Teile der vor Ort als heilig angesehenen „Kirchenwälder“ erhalten geblieben, mit weit über 100 Baumarten und den nördlichsten Wildkaffeevorkommen im Kaffeeursprungsland Äthiopien. Die menschlichen Eingriffe in dem sensiblen Lebensraum führen zu immer stärkeren Umweltbelastungen. Bereits jetzt lebt beinahe die Hälfte der lokalen Bevölkerung in bitterer Armut und ist gezwungen ihre natürliche Umgebung zu übernutzen.

Der NABU und die Michael Succow Stiftung wollen die einzigartige Natur in der Region langfristig erhalten und der Bevölkerung durch Ökotourismus im Biosphärenreservat und den Vertrieb von regionalen Produkten neue Einkommensmöglichkeiten schaffen. Durch den Schutz der Feuchtgebiete trägt das Projekt außerdem einen Teil zum weltweiten Klimaschutz bei. Das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) fördert das gemeinsame Vorhaben mit 1,6 Millionen Euro.